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Häufige Fragen zu Gefrierschrank und Gefriertruhe

Kompakte Antworten auf die Fragen, die vor und nach dem Kauf eines Gefriergeräts am häufigsten aufkommen – zu Größe, Stromkosten, Aufstellung, Pflege und Lagerung. Ausführlicher behandeln wir Größe, Stromkosten, Aufstellung und Pflege in eigenen Ratgebern; zur Lagerung finden Sie die vollständige Auskunft hier auf dieser Seite.

Für die Einordnung in diesem Vergleich rechnen wir mit rund 50 bis 80 l Nutzinhalt je Person im Haushalt. Wer Ernte, Fleisch am Stück oder Brot auf Vorrat einfriert, plant großzügiger – für vier Personen mit Garten sind 200 l eher die Untergrenze. Die Geräte in diesem Vergleich reichen von 85 l bis 308 l.

Bauartbedingt hat die Truhe einen Vorteil: Die kalte Luft bleibt beim Öffnen im Gerät liegen, statt nach unten herauszufallen. Der Schrank braucht dafür weniger Stellfläche und macht das Gesuchte ohne Bücken zugänglich. Ein Zahlenvergleich innerhalb dieses Feldes ist nur eingeschränkt möglich – bei neun der dreizehn Geräte nennt das Datenblatt keinen Jahresverbrauch.

Sie steht für eine Innentemperatur von -18 °C und dafür, dass das Gerät frische Lebensmittel selbst einfrieren darf – nicht nur bereits Gefrorenes lagern. Bei reinen Gefriergeräten ist sie der Standard; in den Datenblättern unseres Vergleichs steht sie ausdrücklich bei fünf der dreizehn Geräte, einzelne kühlen laut Datenblatt bis -24 °C herunter. Ein Gefrierfach mit weniger Sternen im Kühlschrank kann Ware nur begrenzte Zeit lagern.

Das sagt das Gefriervermögen in kg/24 h. Die Comfee-Truhe in diesem Vergleich nennt 9 kg/24 h – 20 kg Bohnen verteilen sich damit auf gut zwei Tage. Schalten Sie die Schnellgefrierfunktion einige Stunden vorher ein und legen Sie die Ware verteilt statt gestapelt ein.

Der Nutzinhalt ist der tatsächlich nutzbare Rauminhalt in Litern – das, was nach Dämmung, Schubladen und Verdampfer übrig bleibt. Er steht im Datenblatt und ist die einzige Größe, die sich zwischen zwei Geräten vergleichen lässt. Beachten Sie dabei: No Frost kostet einen Teil davon, weil die Technik Platz im Gerät braucht.

Er lohnt sich, wenn Sie regelmäßig Ernte oder Großeinkäufe einlagern und das Gefrierfach der Kühl-Gefrier-Kombination dafür zu klein ist. Rechnen Sie die Betriebskosten mit: Ein kompaktes Gerät mit 105 kWh/Jahr wie der Exquisit GS581-040C kostet bei 35 Cent je kWh rund 37 € im Jahr. Wer nur zweimal im Jahr Platz braucht, fährt mit weniger Vorrat und mehr Frischeinkauf günstiger.

Rechnen Sie Jahresverbrauch mal Strompreis. Der Bosch GSN33VWEP nennt laut Datenblatt 229 kWh/Jahr – bei 35 Cent je kWh sind das rund 80 € im Jahr. Ein kompaktes Gerät mit 105 kWh/Jahr liegt bei rund 37 €. Ihren eigenen Strompreis finden Sie auf der letzten Jahresabrechnung.

Seit März 2021 gilt die Skala A bis G, die Klassen mit Pluszeichen sind darin nicht mehr enthalten – ein Gerät der Klasse E ist deshalb kein schlechtes Gerät. In diesem Vergleich reicht das Feld von C bis E, soweit das Datenblatt überhaupt eine Klasse nennt – bei sieben der dreizehn Geräte fehlt die Angabe im Datenblatt ganz. Rechnen Sie den Unterschied in Euro aus, bevor Sie für eine bessere Klasse mehr zahlen: Über zehn Jahre Laufzeit trägt die Ersparnis den Aufpreis – oder eben nicht.

Nein. No Frost führt die Feuchtigkeit aus dem Innenraum ab und hält ihn eisfrei; das erspart Ihnen das Abtauen, kostet aber tendenziell etwas mehr Strom und etwas Nutzinhalt. Der Nutzen liegt im Komfort – und darin, dass keine Eisschicht die Kühlleistung verschlechtert.

Auf dem Energielabel steht der Wert immer, in der Produktbeschreibung eines Händlers nicht zwangsläufig. Bei neun der dreizehn Geräte in diesem Vergleich fehlt die Zahl in den abgerufenen Angaben; wir werten das als Lücke der Produktseite, nicht als Schwäche des Geräts. Fragen Sie in diesem Fall nach dem Energielabel – es gehört zum Produkt und liegt beim Händler vor.

Nur, wenn der Hersteller den Betrieb bei niedrigen Umgebungstemperaturen ausweist. Fällt der Raum im Winter unter die zulässige Untergrenze, schaltet der Kompressor zu selten ein und die Ware taut an – ausgerechnet dann, wenn es draußen kalt ist. In diesem Vergleich ist die Beko CF316EWN laut Hersteller in unbeheizten Räumen nutzbar, die Gorenje FH30DAW hält ihre Leistung laut Datenblatt bis -15 °C Umgebungstemperatur.

Sie nennt den Bereich der Umgebungstemperatur, in dem das Gerät seine Innentemperatur sicher hält: SN 10 bis 32 °C, N 16 bis 32 °C, ST 16 bis 38 °C, T 16 bis 43 °C. Für Keller und Garage zählt die untere Grenze, nicht die obere. Nennt ein Datenblatt keine Klimaklasse, hilft der ausdrückliche Herstellerhinweis auf den Betrieb in unbeheizten Räumen weiter.

Das Gerät gibt seine Wärme an Rückseite und Seitenwänden ab; steht es zu eng, steigt der Stromverbrauch. Die nötigen Abstände nennt die Aufstellanleitung des Herstellers – üblich sind einige Zentimeter nach hinten und zu den Seiten sowie freier Raum darüber. Einbau- und Unterbaugeräte sind davon ausgenommen: Für sie gelten das Nischenmaß und der Lüftungsquerschnitt aus dem Datenblatt.

Wo die Datenblätter in diesem Vergleich einen Wert nennen, liegt er zwischen 37 und 41 dB(A). Der Unterschied klingt klein, ist aber wahrnehmbar: 37 dB(A) geht im Alltagsgeräusch einer Küche meist unter, 41 dB(A) fällt abends in einer ruhigen Wohnküche eher auf. Im Keller oder in der Garage spielt der Wert keine Rolle.

Lassen Sie das Gerät nach dem Transport stehen, bevor Sie es anschließen – das Öl aus dem Kompressor muss zurücklaufen. Die genaue Wartezeit steht in der Anleitung; die Herstellerangaben reichen von wenigen Stunden bis zu einem Tag, und im Zweifel ist länger besser. Länger fällt sie aus, wenn das Gerät liegend transportiert wurde. Wer zu früh einschaltet, riskiert einen Schaden am Kompressor.

Bei Geräten ohne Abtauautomatik ein- bis zweimal im Jahr, spätestens wenn die Eisschicht etwa einen halben Zentimeter erreicht: Eis wirkt wie eine Dämmschicht und treibt den Stromverbrauch hoch. Geräte mit No Frost tauen selbst ab. Der günstigste Zeitpunkt ist ein Tag, an dem der Vorrat ohnehin niedrig ist.

Eis entsteht aus Luftfeuchtigkeit, die beim Öffnen hineingelangt oder durch eine undichte Tür einströmt. Prüfen Sie die Türdichtung mit einem Blatt Papier: Lässt es sich bei geschlossener Tür herausziehen, dichtet sie nicht mehr. Warme oder feuchte Ware gehört abgedeckt und abgekühlt ins Gerät.

No Frost hält den Innenraum dauerhaft eisfrei. Herstellerbezeichnungen für eine reduzierte Vereisung – bei Bosch, NEFF und AEG heißt sie LowFrost, bei Beko MinFrost – bedeuten dagegen nur, dass sich weniger Eis bildet: Abtauen müssen Sie diese Geräte weiterhin, nur seltener. In diesem Vergleich tragen zwei Geräte No Frost und vier eine reduzierte Vereisung.

Die Lagerzeit bei Störung steht im Datenblatt: In diesem Vergleich nennt die METRO-Truhe 22 Stunden, der Bomann-Schrank 16,5 Stunden. Der Wert gilt bei geschlossener Tür – jedes Öffnen kostet einen Teil davon. Eine volle Truhe hält länger durch als eine halb leere, weil das Gefriergut selbst die Kälte speichert.

Gefrierbrand sind ausgetrocknete, hell verfärbte Stellen: Dem Lebensmittel entweicht Wasser, das sich als Eis an der Verpackung niederschlägt. Verpacken Sie luftdicht, drücken Sie die Luft aus dem Beutel und halten Sie -18 °C konstant. Essbar bleibt die Ware, sie verliert aber Geschmack und Struktur.

Je nach Ware einige Monate bis etwa ein Jahr – fettreiches Fleisch und Fisch deutlich kürzer als Gemüse oder Brot. Tiefkühlung stoppt den Verderb nicht, sie verlangsamt ihn stark; Geschmack und Struktur nehmen mit der Zeit ab. Notieren Sie das Einfrierdatum auf der Verpackung, dann müssen Sie später nicht raten.